Alles Gute zum Geburtstag lieber Carl und lieber Franz,

Franz Liszt

* 22.10.1811 † 31.07.1886

nicht nur das Eure Geburtstage nur 5 Tage auseinander liegen, sie jähren sich auch beide zum 200-mal.

„Ein kleines Intermezzo, welches sich zwischen dem ebenso genialen, als zeitweise auch höchst capriziösen Klavierheros Franz Liszt, „dem rasenden Roland mit dem ungarischen Ehrensäbel", wie ihn Heinrich Heine nannte, und dem Herrn Carl Mand abspielte, soll nicht unerwähnt bleiben. Einer Einladung Mand's Folge leistend, war Franz Liszt nach Coblenz gekommen, um die ihm damals noch fremden Mand'schen Instrumente zu prüfen. Mand hatte, ohne den Meister davon vorher in Kenntnis zu setzen, eine Anzahl Notabeln seiner Vaterstadt eingeladen, welche sich der seltenen Gelegenheit, dem phänomenalen Spiel des unvergleichlichen Künstlers ihre Bewunderung zollen zu dürfen, nicht wenig freuten.

Als jedoch Liszt eintrat und das kleine Auditorium erblickte, weigerte er sich kurz, zu spielen und war durch keine Bitte zu bewegen, seinen Entschluss zu ändern.

Dass diese kleine Verstimmung jedoch nicht lange dauerte, beweist das ehrenvolle Anerkennungsschreiben, womit bald nachher der wieder versöhnte Künstler seinen Dank für den ihm in Wiesbaden zu Verfügung gestellte Mand-Flügel Ausdruck verlieh".

Mit dem Andenken an die großen Werke, die Ihr beiden vollbracht habt, behalten wir Euch ehrenvoll in unseren Herzen.

Carl Mand

* 27.10.1811 † 28.08.1892

Carl Mand

Carl Mand galt als ein „Nestor des Pianofortebaues". Viele Neuerungen sind von Ihm erfunden, verbessert oder etabliert worden. Noch heute existieren einige mustergültige Exemplare Mand'scher Klavierbaukunst. Doch aus politischen Gründen erlang Carl Mand nie die Größe vergleichbarer Unternehmen wie Bechstein oder Steinway, wohl aber einen exzellenten Ruf. Dies beweisen 17 Hoflieferantentitel, 33 international erworbene erste Preise und Auszeichnungen sowie Anerkennung und Bewunderung von Künstlern wie: Clara Schumann, Johannes Brahms, Franz Liszt, Richard Wagner, Sigismund Thalberg, etc.

Seitens der Presse liest man:

„Unvergleichliche Klangkraft und Tonschönheit"

„Eleganz des Anschlags und unverwüstliche Solidität"

„Blühender, kraftvoller Ton"

„Angenehme Spielart"

„Edle, mächtige Tonfülle [...] aber auch zeitweise Lieblichkeit [...] dass man die getragenen Töne der Geige und des Cello's zu vernehmen glaubt"

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